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10 Food Facts Griechenland

27.04.2020

1. Klingt simpel, ist aber ausgesprochen elementar: Die griechische Küche ist – um es möglichst sachlich auszudrücken - einfach wunderbar! 

2. BiftekiSouflakiMoussaka - alles ebenso bekannt wie köstlich. Aber: Entgegen dem hierzulande vermittelten, eher fleischreichen Eindruck des griechischen Speisenangebotes essen die Griechen traditionell überwiegend frugal (aus gutem Grund: Denn Felder, Landesinnere und Höhenzüge halten neben dem bekannt paradisischem Angebot an Tomaten, Auberginen, Knoblauch und Paprika auch grüne Bohnen, Wildpilze, Okra-Schoten und andererlei Wunderbares bereit.). 

3. Essen die Griechen Tiere, dann neben Schwein und Rind vielfach auch Schaf und Ziege. Da die Fischbestände rund um Festland und griechische Inseln dramatisch zurückgehen, minimierte sich dort der fangfrische Fisch auf dem Tisch in den letzten Jahren leider deutlich. 

4. Absolut unverzichtbar für jede typisch griechische Speise ist allerallerallerbestes (denn nirgends, nicht mal in Italien und Spanien ist es so fein wie hier) Olivenöl. Jede Zutat badet in großen Mengen des flüssigen Glücklichmachers, der so dafür sorgt, dass die großartigen Aromen aus Gemüse, Fleisch und köstlichen Kräutern zu einem unvergleichlichen Gesamtaroma verschmelzen. 

5. Über den Ursprung vieler vermeintlich griechischer Köstlichkeiten herrscht wie bei vielem wirklich guten Uneinigkeit: Nicht wenige vermeintlich griechische Mahlzeitenvariationen werden von den Türken als ihrer Küche entsprungen bezeichnet. Nicht zu Unrecht. Gehen doch weite Teil der kulinarischen Tradition auf eine Zeit vor den Gründungen der heutigen Staatengrenzen zurück. Vermittelnd können wir den Ursprung all des Köstlichen gern als byzantinisch benennen und in diesem Artikel, da (auch) von den Griechen rund um den Globus zubereitet, weiterhin als griechisch feiern. (Am Rande: Auch italienische, ägyptische, kleinasiatische Einflüsse auf das griechische Kochverhalten sind nicht zu leugnen.). 

6. Zu einer vollwertigen Mahlzeit servieren die Griechen daheim und hier bei uns oftmals unaufgefordert Brot oder Pita-Brot, würzigen Djuvec-Reis, Ofenkartoffeln, Dips wie Tzatziki oder Skordalia, Pürees wie Fáva oder Feta-Creme und Salate in veganen, vegetarischen oder fischhaltigen Varianten. 

7. Die Griechen essen variantenreich und wirklich gut. Was sie im eigenen Land kaum tun ist: Die einzelnen Zutaten bis zur Unkenntlichkeit mischen oder verkochen oder aber ihren originalen Geschmack durch übermäßige Würzung überlagern. All das feine, was ein griechisches Gericht ausmacht, darf und soll mit Auge wie Gaumen erkannt werden. 

8. Mit all seinen wunderbaren pflanzlichen Hauptbestandteilen, den geschmacksstrotzenden Kräutern, der umsichtigen Zubereitung und nicht zuletzt der obligatorisch reichhaltigen Olivenölbeigabe hat die griechische Kost als sogenannte Zypern-Diät Furore gemacht. Sie gilt als ein der gesündesten Küchen weltweit und als mitentscheidender Faktor, dass die Bewohner einiger griechischer Inseln wahrlich biblisch alt werden. 

9. Griechische Nachspeisen sind für den mitteleuropäischen Gaumen und im Gegensatz zum sonst eher natürlichen Geschmackserlebnis zurückhaltend ausgedrückt: Überraschend bis erschreckend süß. Auf den ersten Blick verwunderlich sind sie jedoch, in homöopathischen Dosen genossen: Köstlich. 

10. Wenig überraschend, aber dennoch wissenswert. Wie so oft haben auch die griechischen Gastronomen hierzulande ihr Speisenangebot an die Vorlieben mitteleuropäischer Gaumen angepasst. Was vielerorts zu einer wirklich leckeren, wenngleich recht vereinheitlichten Speisenauswahl geführt hat. So gilt es, dass angebotene Essen der hier ansässigen Griechen zu genießen und dennoch immer mal wieder über den gewohnt griechischen Tellerrand zu schauen bzw. zu schmecken. Es lohnt sich. Versprochen!

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